Nach einer Woche Regen in Kampot folgt in Otres Beach weiter im Westen strahlender Sonnenschein. Hier finden wir einen verschlafenen Strandort vor, der sich noch ganz allmählich auf die nächste Saison vorbereitet. Die meisten Restaurants und guest houses in Otres Village haben Anfang August noch geschlossen, denn es ziehen doch immer mal wieder kurze Regenschauer über die Küste.

Wir sind die einzigen Gäste in einer kleinen Bungalowanlage mit muffigen Moskitonetzen und einem netten Vermieter, dessen kleine Töchter immer mal wieder neugierig vor unserer Veranda stehen und spielen wollen. Wir verbringen einen Tag am Meer, den wir aber wegen dem ganzen Müll auf dem schönen weißen Sand nicht so richtig genießen können. Ein kurzer Strandspaziergang wird zur zweistündigen Sammelaktion.

Wir haben einen kambodschanischen Feiertag erwischt und der Strand ist voll mit picknickenden Familien, die im Schatten der Bäume mit Verpackungen, Flaschen und vor allem Plastikbesteck und Strohhalmen nur so um sich werfen. Ein paar Kinder schauen uns verwundert beim Sammeln zu und bringen uns Flaschen und Plastiktüten, mit denen sie gerade noch im Wasser gespielt haben. Eine alte Dame bedankt sich. Auf Facebook finden wir eine Gruppe, die sich einmal im Monat zum Müllsammeln am Strand verabredet. Die meisten Mitglieder sind Bar- und Restaurantbesitzer direkt am Strand, die die negativen Auswirkungen der Müllüberschwemmung wahrscheinlich am meisten zu spüren bekommen aber natürlich gibt es keine öffentlichen Abfalleimer oder eine Müllabfuhr und den Müll abholen zu lassen, kostet viel Geld. Wir können unsere zwei prallgefüllten Säcke bei einem dankbaren Barmann abgeben und hoffen, dass unsere Aktion noch mehr Nachahmer findet.

Die  schönsten Hütten und Bunglaows in Otres schmiegen sich im Schatten der Bäume an das Ufer eines langsam fließenden Flusses. Nachdem wir uns beim Müllsammeln einen Sonnenbrand zugelegt haben, machen wir uns am zweiten Tag auf Entdeckungsreise durch den überschaubaren Ort, essen frisch gebackene Bagels in einer Bar, dessen Betreiber sich mit einer ewigen Gras-Wolke umgibt und schlendern vorbei an verrammelten Läden, Baustellen und verschlafen in der Sonne blinzelnden Hunden. 

Am dritten Tag lassen wir uns mit Auto-TukTuk zum winzig kleinen Airport von Sihanoukville fahren, wo mittags unser Flug nach Siem Reap geht.

Dort wartet schon der nächste eifrige Fahrer auf uns, der vom Hotel geschickt wurde, um uns abzuholen. Ob er uns morgen zu den Tempeln fahren darf und wir nicht gleich eine Fahrt buchen wollen, fragt er uns, als wir noch nicht mal eingestiegen sind. Wir haben uns die letzten Tage schon in die Angkor-Tempelanlage eingelesen, aber so schnell wollen wir uns nicht festlegen. Erst mal ankommen!

Unser Hotel ist abseits der lauten und bunten Pub Street gelegen und hat einen türkis schimmernden Salzwasser-Pool im Innenhof. Als erstes bummeln wir durch die Stadt, die nach einem kurzen Regenschauer gerade nass in der Nachmittagssonne glänzt. Wir finden das schöne, kleine Atmosphere Restaurant und stecken dort nach einem späten Mittagessen die Nasen in unseren Reiseführer, den wir in unserer Unterkunft in Kampot gefunden haben. Angkor Wat, die größte Tempelanlage der Welt, nimmt mindestens zwei Tage in Anspruch und wird am besten mit gemietetem Fahrer, wahlweise auch mit Roller oder Fahrrad besucht. Nachdem uns auf dem Rückweg schon alle TukTuks die Straße entlang ihre Dienste angeboten haben, entscheiden wir uns, einen Fahrer (dessen Namen wir leider nicht notiert haben, er war aber sehr nett und wird der Einfachheit halber ab hier Günther genannt) vom Hotel zu engagieren, der uns am nächsten Vormittag abholen soll.

Den ersten Abend in Siem Reap lassen wir in der Pub Street ausklingen, wo wir ein Restaurant finden, das auch eine vegetarische Version vom beliebten kambodschanischen Tisch-Barbecue anbietet. Gut, Tofu und Gemüse sind nicht ganz so spannend wie Schlange, Frosch oder Strauß, aber es schmeckt und wir haben Premiumplätze für das bunte Treiben aus Touristen und Straßenverkäufern.

Angkor - Tag 1

Wir beginnen unseren Angkor Wat Besuch mit dem “Grand Circuit“, der fünf größere Tempelanlagen miteinander verbindet. Anders als der Name vermuten lässt, braucht man dafür aber nicht den ganzen Tag. Die Strecken zwischen den Tempeln wären zu Fuß ganz schön anstrengend, aber mit dem TukTuk kommt man innerhalb von Angkor schnell herum. Ein paar Kilometer vor dem Haupteingang kaufen wir die Tickets (ein Dreitagesticket ist dabei günstiger als zwei einzelne!).

Nachdem wir die erste Ticketkontrolle passiert haben, staunen wir erst mal, dass wir außer alten Tempelruinen hier auch ganz normales kambodschanisches Dorfleben finden. Da gibt es kleine Siedlungen, Äcker und Reisfelder, Kühe und Wasserbüffel und natürlich jede Menge kleine Verkaufsstände mit Essen, Souvenirs und Klamotten.

Die ersten beiden Tempel der Runde, Pre Rup und East Mebon, erinnern mit ihren mehrstufigen Terrassen fast schon an Pyramiden. Auf der zweiten Terrassenebene wachen große Steinelefanten über die Anlage, auf der vorletzten Ebene stehen vier Ziegeltürme, einer für jede Himmelsrichtung, und in der Mitte der höchsten Stufe ein höherer Turm.

Beim Umrunden des Tempelberges auf der zweiten Stufe werden wir durch lautes Rascheln im Blätterwerk unter uns auf einige Kühe aufmerksam, die teils frei, teils angebunden die Wiese abgrasen.

Den nächsten Tempel, Ta Som, finden wir unter dichtem Blätterdach inmitten eines Waldstückes. Viele Mauern werden hier von riesigen Holzgerüsten gestützt, an anderen Stellen liegen die moosüberwachsenen Mauersteine wild verteilt über dem Weg.

Den nächsten Stopp, Neak Pean, erreichen wir über einen langen Holzsteg, der über weitläufig überschwemmtes Gebiet führt. Abgestorbene Bäume und Seerosenblätter, soweit das Auge reicht. Neak Pean ist eine Wasser-Tempelanlage mit künstlichen Inseln und Skulpturen in quadratisch angeordneten Becken.

Den Abschluss unseres Grand Circuits macht Preah Khan, der an vielen Stellen schon komplett eingefallen ist und an anderen sogar mit zweistöckigen Säulengängen aufwartet.

Wir lassen uns von Günther schließlich noch dazu überreden, zum weiter außerhalb liegenden Banteay Srei Tempel zu fahren.

Dieser Tempel soll vor allem für seinen rosa-rot schimmernden Stein und die filigranen Steinschnitzereien bekannt sein. Der einstündige Umweg lohnt sich aber vor allem, weil wir so viele kurze Einblicke in das Leben zwischen den Tempeln bekommen.

Spielende Kinder an der Straße, überfüllte Verkaufsstände, improvisierte Traktorfahrzeuge, Kühe, Ziegen, Hunde und Hühner prägen das Landschaftsbild. Und natürlich Reisfelder bis zum Horizont.

Nach diesem ersten Tag in Angkor Wat sind wir müde, voll mit Eindrücken und finden als guten Abschluss in Siem Reap noch ein super leckeres indisches Abendessen nur wenige Meter vor unserem Hotel. Wir kaufen noch Wasser und Proviant für den nächsten Tag und gehen früh ins Bett.

Angkor - Tag 2

Mindestens einen Sonnenauf- oder -untergang sollte man in Angkor Wat auch erleben. Am zweiten Tag quälen wir uns also um 04:00 Uhr aus dem Bett und steigen zum gähnenden Günni ins TukTuk. Die Stadt ist noch dunkel und still und nur das Motorenknattern stört den morgendlichen Frieden. Zumindest, bis wir uns in die Kolonne der anderen Fahrzeuge einreihen, die gen Tempel fahren. Eine knappe halbe Stunde später steigen wir am Parkplatz der Haupttempelanlage aus und suchen uns mit Stirnlampen den Weg zum Wassergraben. Auf dem Weg müssen wir noch Slalom um die verkaufswütigen Standbesitzer machen. “Breakfast? My store number is 007, I am James Bond.” Ohne Lizenz zum Frühstücken gehen wir mit vielen anderen, blind vor sich hin tastenden Besuchern über die Brücke und schließlich durchs erste Tor in der hohen Mauer. Noch können wir nur schwach die Umrisse von Angkor Wat ausmachen und laufen den breiten, erhöhten Weg darauf zu. So langsam beginnt der Himmel, sich lila zu verfärben und wir ergattern einen Spitzenplatz direkt am Ufer einer der Seerosenteiche, in dessen glatter Wasseroberfläche sich die Tempel und Türmchen zu spiegeln beginnen.

Bald sind wir eingepfercht von hunderten Touristen aller Nationen, die mit Selfie-Sticks und Smartphones vor unseren Gesichtern herumfuchteln. Ein “ah” und “oh” geht durch die Menge, als der Himmel gegen 06:30 Uhr schließlich in Rosa und Orange zu leuchten beginnt.

Neben der aufgeregten Meute grast ein Pferd auf der grünen Wiese, die Vögel in den Bäumen singen und es ist trotz Massentourismus irgendwie ein magischer Moment.

Als es richtig hell ist, gönnen wir uns ein kleines, mitgebrachtes Frühstück und steigen dann die restlichen Stufen zum Tempel hinauf. Unser Reiseführer hat eine sehr detaillierte Beschreibung der Anlage und wir bewegen uns zuerst gegen den Uhrzeigersinn durch die äußeren Säulengänge und somit chronologisch vorwärts, wo kunstvolle Bildhauereien und Intarsien an den Wänden die Legenden verschiedenster Götter und dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse erzählen.

Ein Stockwerk höher stoßen wir im inneren Teil schließlich auf einige junge Mönche, die meditieren oder gegen eine Spende den Besuchern Gebetsarmbändchen mit guten Wünschen anlegen.

Noch weiter oben gelangen wir auf einen freien Innenhof umgeben von Säulen, wo sich eine Schlange vor der pyramidenartigen Spitze des Haupttempels geformt hat. Über die baufälligen, steilen Steinstufen wurde eine noch steilere Hilfstreppe aus Holz gezimmert, an deren Geländer wir uns bald klammern und luftige Höhen erklimmen.

“Wie soll dieser Start in den Tag noch getoppt werden?”, fragen wir uns auf dem Weg zurück über den Wassergraben zu den parkenden TukTuks. Günther hat uns schon von weitem entdeckt, winkt und lacht, und bald sitzen wir wieder im schaukelnden und ruckelnden Gefährt auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit und blinzeln in den Fahrtwind.

Über einen breiten Wassergraben führt uns eine Brücke, die von teils kopflosen Kriegern aus Stein gesäumt wird. Wir tuckern auf das South Gate, ein riesiges Tor in der Mauer zu, die die größte Anlage, Angkor Thom, umgibt. Angkor Thom bedeutet “Große Hauptstadt” und wurde auf Geheiß des buddhistischen König Jayavarman VII  im 12. und 13. Jahrhundert erbaut. Die quadratischen Stadtmauern messen an jeder Seite drei Kilometer und so war Angkor Thom zu seiner Zeit größer als alle Städte des europäischen Mittelalters.

Wir überholen mit dem TukTuk ein paar Elefanten mit traurigen Augen, die Touristen in Körben auf ihrem Rücken durch die Anlage schleppen. Von der touristischen Ausbeutung der sanften Riesen in Angkor Wat haben wir bereits gelesen, aber diese Quälerei der Tiere live zu sehen, macht uns auch traurig. 

Kopfschüttelnd und bedrückt halten wir am wohl auffälligsten aller bisher von uns besuchten Tempel: Bayon.

Mit seinen Türmen aus riesigen, in Stein gehauenen Gesichtern des Königs, die in alle Himmelsrichtungen blicken, sollte die Gottgleichheit des Monarchen manifestiert werden. Während wir an den meterhohen Gesichtern emporsteigen, können wir durchaus nachvollziehen, wie ehrfürchtig sich der gemeine kambodschanische Bürger damals wohl gefühlt haben muss.

Auch hier finden wir in den verschachtelten Gängen viele gut erhaltene Wandbilder, die Geschichte und Mythik erzählen.

Ein langer Laufsteg auf Säulen führt uns ein paar hundert Meter weiter auf den Tempelberg Baphuon. Erst 1960 begann man, den komplett eingestürzten Tempel wieder aufzubauen und jeden einzelnen Stein akribisch zu katalogisieren. Dies wurde aber durch die Herrschaft der Roten Khmer unterbrochen.

Das Puzzlespiel ging 1995 weiter, mittlerweile ohne Aufzeichnungen (die vom Pol-Pot-Regime zerstört wurden) und so dauerte es bis 2011, bis ein französisches Team die über 300.000 Steine wieder zusammensetzen konnte.

Von ganz oben haben wir eine weitläufige Aussicht auf das Gelände, die Terrassen der Elefanten und die Terrasse des Lepra-Königs, auf Wiesen, die von der Sonne gelb gebrannt sind, auf den Platz voller Verkaufsstände und TukTuks, in denen die Fahrer ihre Hängematten für eine kurze Mittagspause gespannt haben.

Vor über 8000 Jahren hätte man hier auf das florierende Stadtleben in und um Angkor Thom geblickt, die Häuser der Angestellten des Königs, Stallungen, den Königspalast. Aber Gebäude aus Stein dienten hier ausschließlich religiösen Zwecken, während die Menschen, auch der König, in Holzhäusern wohnten, von denen so vielen Jahren später natürlich nichts mehr übrig ist.

Durch das imposante Victory Gate verlassen wir Angkor Thom und kommen nach einigen kleinen, unterschiedlich gut erhaltenen Tempelanlagen (und einer Verkäuferin die uns mit den Worten “If you not come back to my shop, I make you cry” zu locken versucht) bald beim nächsten Tempel auf dem Small Circuit an.

Ta Promh hat seine heutige Bekanntheit vor allem dem Film Lara Croft: Tomb Raider” zu verdanken, dem er als Kulisse für Grabräuber und wilde Verfolgungsjagden diente. Der Tempel ist von zwei gegenüberliegenden Toren in der Außenmauer begehbar und steht mitten im Wald umgeben von hohen Bäumen. Wir ducken uns durch niedrige Tore und verirren uns immer weiter durch die vielen Gänge ins Innere der Anlage.

Hier sind wohl die meisten Besucher auf der Suche nach demselben Fotomotiv: der riesige Baum, dessen Wurzeln sich über die Tempelmauern ergießen und der zu einem Symbol für die Natur geworden ist, die sich ihren Platz zurückerobert.

Lange müssen wir warten, bis die vielen Reisegruppen sämtliche Fotoposen durch haben, aber es lohnt sich.

Als wir den Ta Prohm verlassen, öffnet der Himmel seine Schleusen und lässt einen kühlen, willkommenen Schauer auf die schwere Nachmittagshitze nieder. Wir warten den Regen kurz ab und finden unseren Fahrer, der uns zum vorletzten Tempel des Tages, Banteay Kdei, bringt.

Der ist ähnlich aufgebaut wie Ta Prohm, aber kleiner, schlechter erhalten und an mehreren Stellen eingestürzt oder mit Holzgerüsten gestützt. Wir sind total erschöpft und können fast nicht mehr stehen, aber ein paar mit Schlamm überzogene Wasserbüffel, die von der Wiese dahinter uns Touristen neugierig beäugen, machen diesen letzten kleinen Exkurs wieder wett.

Am späten Nachmittag geht es dann endlich, nach fast 12 Stunden Tempel-Besichtigungen, zurück in die Stadt. Zum Abschluss diesen langen Tages gönnen wir uns ein kleines Festmahl im hippen Vibe Café und entspannen den Abend über im Hotel. 

Morgen legen wir erst mal die Füße hoch, bevor es noch einmal zu den Tempeln geht…

Nach zwei Tagen Tempel-Action nehmen wir den dritten Tag in Siem Reap eher gelassen, leihen uns zwei klapprige Fahrräder und radeln in der Stadt auf die andere Seite des Flusses, natürlich zum Essen. Hier haben wir das schöne Peace Café herausgesucht, wo es neben leckeren Speisen auch einen angeschlossenen Laden mit Gewürzen, Accessoires und Textilien und ein luftiges Yoga-Studio gibt.

Auf dem Rückweg gibt es allerhand zu sehen: wir beobachten einen Mann mit seinem improvisierten Floß aus Plastikflaschen und zwei Brettern auf dem Fluss, lauschen beim Konzert auf einer Grünfläche mit ordentlichst aufgereihten Klappstühlen und finden eine Sportveranstaltung der Kambodschanischen Volkspartei (inklusive kambodschanischem 90er Techno), wo an die hundert Teilnehmer in buntem Sportdress dem Vortänzer auf der Bühne nacheifern.
Es tut gut, mal aus dem Touristenstrom von Angkor Wat auszubrechen und die Stadt ein bisschen auf eigene Faust zu erkunden.

Für den letzten Tag in Siem Reap sind wir dank Pause gut ausgeruht und fühlen uns bereit für noch einen Tag Tempel-Marathon. Die Rolous Group steht auf dem Programm, eine kleine Gruppe noch älterer Tempel etwa 13 km östlich von Siem Reap. Die drei Tempel BakongLolei und Preah Ko wurden im neunten Jahrhundert hauptsächlich mit Ziegelsteinen erbaut und sind heute stark verfallen.

Jedoch gibt es verschiedene internationale Erhaltungs- und Wiederaufbaumaßnahmen und wir entdecken auch ein Plakat, das auf deutsche Beteiligung an den Restaurierungsarbeiten hinweist.

Zuletzt fährt uns Günther noch zu einem kleinen Dorf mit einer Klosteranlage in der Mitte. Riesige Bäume spenden Såchatten zwischen den alten, verfallenen Tempelteilen und jüngeren, bescheidenen Holzhäusern, die vor allem Schulräume beherbergen.

Einer der Lehrer führt uns begeistert durch seine Schule, zeigt den Computerraum und die Bibliothek mit gespendeten Büchern in verschiedenen Sprachen, die meisten von ihnen vergilbt und längst veraltet. Ein paar der Kids schauen neugierig von ihren Hausaufgaben auf, winken und rufen uns begeistert “Hello! How are you?” zu. Eine Gegenfrage von uns erntet nur lautes Gekicher.

An unserem letzten Abend in Siem Reap sind wir immer noch erschlagen von den ganzen Eindrücken, aber auch froh, dass wir das monumentale Angkor Wat auf unserer Reise erlebt haben. Trotz Touristenströmen ist dieser Ort faszinierend und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir blicken zurück auf vier tolle Tage und entscheiden uns noch recht spontan für eine Busfahrt in die westlich gelegene Stadt Battambang am nächsten Mittag. Zirkus, Fledermäuse und Tempelberge stehen dort auf dem Programm!

In Siem Reap haben wir einige richtig schöne vegetarische Restaurants gefunden, die wir jedem Reisenden nur wärmstens empfehlen können:

  • Veg G Table Cafe: kleines Restaurant im Garten, unscheinbar von der Straße nur durch die Karotte im Logo erkennbar. Hier gibt es tolle Burger, Wraps und mehr, noch dazu sehr engagierte und nette Restaurantbetreiber.
  • Peace Cafe: schönes Restaurant mit angeschlossenem Laden und Yoga-Schule.
  • Vibe Cafe: trendiges Café mit gesunden Säften, Tees, Bowls und Raw Desserts.
  • Chamkar The Passage: vegetarischer Khmer Restaurant in einer kleinen Gasse bei der Pub Street ums Eck. Empfehlung: Cambodian Wedding Soup!
  • Atmosphere: Falafel, Humus, Pita, Curries…was braucht man mehr?